„Der Ruf der Wildnis klang noch nach und der Wolf in ihm schlief nur.“ Jack London
Ich hab das Buch „Der Ruf der Wildnis“ als Kind gelesen. Schon eine ganze Weile her. Aber der Tag in Karasjok erinnert mich konstant daran. Zwar ist es weder Kanada, noch fließt der Yukon vorbei. Aber Wildnis, viel Wald und einen Fluss gibt es hier. Und immer mal wieder stimmt das große Schlittenhunde Rudel hier ein großes Geheule an. Dann rufen die Hunde wirklich innig nach oben und es klingt magisch. Das Heulen wird sehr weit getragen. Und nach den Erzählungen des Besitzers antworten die Hunde so auch auf Wölfe, wenn sie mal welche hören. Es sind einige Huskies hier auf der Engholm Husky Lodge und einen halben Tag verbringe ich damit, einige von ihnen kennenzulernen. Man spürt die Energie und die Kraft und muss auch manchmal standfest sein, wenn ein großer 30kg Hund einem verspielt auf den Arm springt. Nochmal verspüre ich große Lust, im Winter herzukommen, um die Schlittentouren auszuprobieren.
Heute war es den Hunden tendenziell zu warm, während ich den sonnigen Sommertag eigentlich mal ganz schön fand. Hier in Karasjok kann man auch einiges zur samischen Kultur lernen. Von Kleidung, über Messer und Hütten bis zum Halten von Rentieren. Zusammengefasst dreht sich auch hier alles ums Leben in der Wildnis. Nun muss es ja kein ganzes Leben sein, aber für eine kleine Auszeit oder, wie bei mir, für einen Tag, ist es ein wirklich schöner Ort hier.
Morgen gehts dann aber weiter nach Süden.... (Wo hab ich denn nur zuhause das Jack London Buch hingelegt?)
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