Heute habe ich die Lofoten verlassen und bin auf die Inselgruppe Vesterålen gefahren, genau gesagt auf die Insel Andøy. Die Fahrt ist landschaftlich toll und dank Brücken errreicht man die Insel ohne Fähre. Die Insel lockt mit Tierbeobachtungsmöglichkeiten. Viele kommen aber auch her, um die Midnattsol, also die Mitternachtssonne zu sehen, zumindest zu dieser Jahreszeit. Im Winter locken dann die Polarlichter. An der Küste Andøys hat man unverbaubaren Blick genau in die richtige Richtung, ich stehe hierzu im kleinen Ort Bleik.
Und so sitzt man mitten in der Nacht da, schaut auf das schön beleuchtete Meer
und fragt sich, wann man entgegen des Lichts dann doch schlafen gehen sollte...
Ein weiteres Abenteuer habe ich heute bestanden, ich habe auf dem Campingplatz Wäsche gewaschen. Die Kunst dabei ist, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, um das Waschen in einer der zwei vorhandenen Waschmaschinen anzugehen. Und danach in den Trockner zu überführen. Dank einer sehr netten französischen Dame, die mir auch noch die Einstellung der Maschine erklärte, klappte das dann ganz gut. Ein Glück verstehe ich französisch ganz gut, auch wenn es mit dem Sprechen nicht so gut ist. Im kleinen Waschraum hab ich dann auch noch Schweizer und Deutsche kennengelernt, denn viele wollen gerne waschen. Oder müssen. Die meisten, die hier übernachten sind bisher so 2-3 Wochen unterwegs. Da passe ich gut in den Schnitt. Nicht in den Durchschnitt fällt ein cooler alter Camper, der heute Nacht auch hier steht. Er fiel mir gestern schon ins Auge zufällig. Und heute habe ich noch die netten Besitzer getroffen. Der Camper ist 41 Jahre alt, hat ein H Kennzeichen und ist „natürlich“ ein Mercedes... Da soll sich der dienstjüngere Marco Polo, der mich zum Nordkapp bringen soll, gleich mal ein Beispiel nehmen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen