Samstag, 4. September 2021

Schweden 11 - Seereise nach Kiel

Jeder Urlaub geht zu Ende und so führt die letzte Fahrt in Schweden zum Hafen in Göteborg. Auf den Straßen in Göteborg ist Kiel bereits ausgeschildert und das führt einen zu einem der Terminals von Stena Line. Als wir ankommen, hat sich schon eine lange Schlange von Autos, Campern und LKW gebildet, die alle einchecken für die Überfahrt. Lange dauert es nicht, bis die vielen Fahrzeuge durch den Bug an Bord der Stena Germanica gelangen. Das Schiff ist 241m lang und kann 300 Fahrzeuge transportieren. Es ist früher Abend und oben auf dem Deck gibt es eine Art kleinen Biergarten. Das ist der perfekte Ort, um das Ablege Manöver anzuschauen und dann den Hafen von Göteborg an sich vorbeiziehen zu lassen auf dem Weg raus ins Kattegat. Mit einem schönen Abendessen geht es mit 19 Knoten immer weiter in die Nacht. Die Fahrtzeiten auf der Göteborg-Kiel Route sind optimal. Die Fähre fährt abends ab, man kann gemütlich den Abend auf dem Schiff verbringen. Die Ankunft ist morgens um 9:15Uhr, so dass man gar nicht so früh aufstehen muss und noch Zeit für ein gemütliches Frühstück hat. Beim Frühstück fährt das Schiff in die Kieler Förde ein. Am Schwedenkai schließlich setzen sich all die Fahrzeuge alle wieder in Bewegung und verteilen sich wieder in verschiedene Richtungen. Ich werfe im Vorbeifahren auch nochmal einen Blick auf die Fähre und freue mich schon wieder auf die nächste Reise… 















 

Schweden 10 - Die Westschären

Das letzte Ziel der Schweden Reise sind die Westschären nördlich von Göteborg. Aber zunächst geht es zum Hafen von Göteborg, denn meine Eltern kommen für die letzten Tage dazu und wir erkunden die Westschären als Family Gang. Unzählige größere und kleinere Inseln finden sich hier und von Land aus kann man kleinere Hafenstädte besuchen. Die ganze Landschaft sowie die Orte sehen genauso aus, wie man sich Schweden vorstellt, wenn man es nur mal im Fernsehen gesehen hat. 

Eine dieser kleinen Hafenstädte ist Marstrand. Hier kommen einige Besucher her, was man gleich an den großen Parkplätzen sieht. Es liegt aber auch nahe von Göteborg und ist daher einfach ein nahe-liegendes Ausflugsziel. Gefühlt kommen aber genauso viele Menschen über das Wasser an. Fast pausenlos laufen Segel- und Motoryachten ein und aus. Die Stadt selbst verteilt sich auf zwei Inseln, die eine kleine Fähre in wenigen Minuten verbindet. Und einen schönen Aussichtspunkt gibt es auch noch…

Im Vergleich zu Marstrand sind viele der anderen Hafenstädte in den Westschären deutlich kleiner. Mollösund ist so ein kleiner Ort, den wir uns noch für einen Besuch ausgesucht haben. Auch hier wirkt es wie eine Kulisse des schwedischen Touristenverbands. Es ist einfach schön, durch den Ort zu schlendern. Aber auch hier kommen nicht wenige über das Wasser an. Die Westschären kann man bestimmt auch super per Boot erkunden. Aber diesmal nutzen wir eben die Straßen.

Da der Camper nicht groß genug ist für die ganze Family Gang, haben wir ein kleines rotes Häuschen dazu nahe der Stadt Uddevalla gemietet, von wo aus man einen schönen Ausblick auf einen Fjord hat. Es ist einfach ein schöner Ort, um die Schweden Reise ausklingen zu lassen.















 

Montag, 23. August 2021

Schweden 9 - Wasserwege

Auf der Suche nach einem Platz für einen gemütlichen Sonntag finde ich die Marina von Arvika. Der Hafen gilt als der innerste Hafen Schwedens am einzigen Inlandsfjord. Tatsächlich kann man über die Kanäle und Seen von Arvika bis zur Ostsee gelangen. In der Marina von Arvika kann man aber nicht nur mit Schiffen und Booten anlegen, es gibt auch Plätze für Camper mit kleinen Holzterrassen, welche auch wie Stege aussehen. Also lege ich an so einer Terrasse an und genieße Sonne sowie den Ausblick aufs Wasser. Es ist ein klarer Tag und eine klare Nacht. Und in der klaren Nacht spiegelt sich der Vollmond im Wasser. Ausgeruht starte ich dann in die neue Woche. Entlang des Vänern See geht es in Richtung Göteborg bis nach Trollhättan. Hier kann man auch die Wasserwege Schwedens bewundern. Es gibt 3 Generationen von Schleusen, die hier Schiffe vom Kattegat kommend 32m in die Höhe bringen müssen zur Weiterfahrt zum Vänern See. Die erste Generation Schleusen war von 1800, die zweite Generation von 1844. Diese beiden Generationen kann man noch sehen, sie werden aber nicht mehr benutzt. Die heutigen Schleusen sind von 1916 und heben die Schiffe in 4 Etappen an. Oder lassen sie runter, je nach Richtung. Und das Ganze ist echt imposant. Segelyachten, die in die Schleusenkammern einfahren, schauen nur mit der Mastspitze oben raus. Um sich alles anzusehen, führt ein Rundweg entlang der verschiedenen Schleusengenerationen runter und wieder hoch. Also eine kleine „Bergtour“ für Zuschauer. Aber schön, um sich einfach mal die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen…


Arvika:





Trollhättan:








 

Samstag, 21. August 2021

Schweden 8 - Elche

Nachdem ich nun keinen Bären sehen konnte, möchte ich mich über ein anderes bekanntes Tier in Schweden informieren. Und das geht in Värmlands Moose Park, wo man Elche ganz nah treffen kann. Das lässt sich mit wilden Elchen nicht machen. Sie sind mit Abstand ganz friedlich, würde man ihnen so nahe kommen, kann das auch tödlich enden. Die Elche im Park sind jedoch Menschen gewöhnt und man kann sie damit mal ganz genau betrachten. Einige Informationen gibt es noch dazu. Das Elch Geweih zum Beispiel wächst jedes Jahr aufs Neue im Frühjahr und Sommer. Nach der Paarungszeit im September und Oktober fällt das Geweih ca im Dezember ab und beginnt nach dem Winter im Frühjahr wieder zu wachsen, ca 3 cm am Tag. Mit einem Alter von ca 10 Jahren ist das Geweih eines Elches am größten, danach verliert es von Jahr zu Jahr wieder an Größe. Da in Schweden Elche auch gejagt werden, wohl auch um die Bestände zu regulieren, gibt es in der Wildnis kaum Elche, welche älter als 6 Jahre sind. Theoretisch könnten sie 20 Jahre alt werden. Außer vor Jägern müssen sie sich vor allem vor Wölfen in acht nehmen. Manchmal auch vor Bären, wobei die eher Respekt vor großen Elchen haben. Ein Elch ist sehr kräftig und kann sehr stark zu treten. Besonders sollte man sich wohl nicht den Ärger einer Mutter einhandeln. Am besten kann man sich ja beim Essen kennenlernen. So ist es auch bei den Elchen. Beim Äpfel verfüttern spürt man sie weichen Schnauzen. Und beim Halten von Ästen kann man beobachten, wie die Elche geschickt die Blätter abessen. Und dabei klare Präferenzen haben. Die Lieblingsblätter werden zuerst abgebissen, dann erst der Rest. Dabei bewegen sich die Elche ganz sanft und kontrolliert und man kann sich kaum vorstellen, dass sie durchaus sehr schnell rennen (über 50 km/h) und sehr hoch springen können (ein 2m Zaun ist kein Hindernis).

Noch eine ganze Menge mehr höre ich über die Elche und freue mich, dass ich sie so nah kennenlernen konnte. Und ich freue mich schon drauf, wenn ich wieder wilde Elche sehen kann. Wenn es bei dieser Reise nicht mehr klappt, dann vielleicht bei der nächsten.












 

Schweden 7 - Übernachten mit Aussicht

 In Schweden kann man viele tolle Plätze für die Nacht finden. Nicht weit vom Ort Särna finde ich einen besonders schönen Ort direkt am Wasser, um dort die Nacht zu verbringen. Und nicht nur der Blick ist schön, es gibt auch wieder unzählige Blaubeeren, die man einfach pflücken kann. Und das ist hier so eine Art Volkssport. Am nächsten Morgen sehe ich tatsächlich eine ältere Dame mit Rollator mitten in den Sträuchern beim Beeren pflücken. 







Am nächsten Morgen:




Norwegen 2022 - 7

Letzter Stop in Norwegen ist die Stadt Oslo, denn von hier startet die Fähre nach Kiel. Aber wir sind einen Tag vorher da und können so die ...