Sonntag, 31. Juli 2022

Norwegen 2022 - 4


Auf dem ca. 200km langen Weg von Stavanger nach Bergen liegen viele Fjorde und Inseln. Die Straße verläuft daher durch einige Tunnel, Brücken sowie zwei Fährverbindungen. Links und rechts zweigen immer wieder Verbindungen zu kleineren Orten und Inseln ab. 

Nicht weit nach Stavanger biegen wir auf die kleine Insel Klosterøy ab und besichtigen an diesem ruhigen Ort das Kloster Utstein. Dort erhält man neben der Möglichkeit, die Räume und die Gärten zu besichtigen auch alle möglichen Produkte von den dortigen Schafen. 








Auf der Insel Austre Bokn übernachten wir mit Blick aufs Wasser, wo durchaus neben privaten Booten auch einige Schiffe unterwegs sind. Die Brücken sind immer so hoch, dass sie die Passage von großen bzw. hohen Schiffen ermöglichen. 








Wir stoppen auch in Haugesund in der Mitte zwischen Stavanger und Bergen. Dort kann man das Haraldshaugen Monument besichtigen. In der Mitte steht ein Obelisk umrundet von 29 kleineren Steinen, welche für die Provinzen Norwegens stehen. Das Monument steht für den Zusammenschluss in ein Königreich Norwegen.







Nahe der Stadt Leirvik findet man tief im Wald einen kleinen Erlebnispfad, an dem diverse Trolle und Figuren zu sehen sind. Ja, die Wälder regen die Fantasie an. 












Kurz vor Bergen gibt es dann die zweite und längere Fährfahrt. Da die Fähren damit Teil einer größeren Überlandstrasse sind, fahren sie alle 10 Minuten ab. Also in einem Takt, den man bei manchen ÖPNV Netzwerk vergeblich sucht. Wenn das letzte Auto zum stehen kommt, schließt sich schon das große Tor der Fähre und die Fahrt beginnt. Man kann das Fahrzeug verlassen und im Passagierdeck Platz nehmen. Essen und Getränke sind erhältlich. Eigentlich ist es wie ein schwimmender Rasthof, nur dass man sich selbst beim Pause machen weiter fort bewegt und die vorbeiziehende Landschaft genießen kann.





Donnerstag, 28. Juli 2022

Norwegen 2022 - 3

 Die Erkundung Norwegens startet Richtung Norden. Die genaue Route ist ja nicht geplant und ergibt sich. Und so ergibt sich auch der Ort Evje als erster Stop. Dort gibt es eine kleine Bäckerei, die leckere Zimtschnecken zum Frühstück anbietet. Da das Wetter zunächst grau und nass bleibt, nutzen wir Regenpausen, um die Stadt zu erkunden. Doch der Abend bringt dann endlich besseres Wetter und so geht es am nächsten Tag bei Sonnenschein wieder auf die Strasse. Dieser folgen wir zunächst nach Norden entlang schöner Seen. 






Dann biegen wir nach Westen auf den Suleskardveien, welcher hinauf in die Berge führt. Wie es scheint, gehört die Straße aber nicht zum Straßennetz Norwegens, sondern den lokalen Schafen, die gar nicht einsehen, zur Seite gehen zu müssen, wenn Autos ihre Straße mitbenutzen möchten. Leider ändert sich an der Passhöhe auch das Wetter. Bei der Fahrt durch 27 enge Kurven von 600m hinunter nach Lysebotn auf Meereshöhe am Ende des ca 40km langen Lysefjords sieht man eigentlich nur grau, es regnet und die Böen schütteln den Wagen. Das zerrt an der guten Laune, die erst mit einem Bierchen im örtlichen Pub wiederhergestellt wird. Der nächste Morgen zeigt sich aber schon wieder von der guten Seite und so zeigt sich uns der Fjord nun in seiner ganzen Grösse. 








Weiter gehts zum anderen Ende des Fjords. Dort liegt Norwegens viertgrößte Stadt: Stavanger. Wir parken bei der Altstadt direkt am Wasser direkt neben dem Kreuzfahrtschiff MS Europa, dass auch in Stavanger zu Besuch ist. Die kleine Altstadt kann man perfekt zu Fuß erkunden. Die Stadt ist von viel Wasser umgeben und um in die umliegenden Städte zu gelangen, muss man die Fjorde überqueren per Fähre oder durch einen der zahlreichen und teilweise sehr langen und tiefen Tunnels fahren. Speziell die Tunnel sind wirklich beeindruckend. Fährt man von Stavanger zur Stadt Tau, so fährt man zunächst durch den 5,5km langen Hundvåg Tunnel, danach dann durch den 14,3km langen Ryfylke Tunnel, der maximal 292m tief ist. Dieses Tunnelsystem ist das längste Unterseetunnelsystem der Welt, sagt das Internet. Die Maut dafür ist auch nicht günstig, da soll dann auch was geboten werden.






Montag, 25. Juli 2022

Norwegen 2022 - 2

 Die Fahrt durch Dänemark zieht sich ein wenig. Natürlich gäbe es viele schöne Orte, aber unser Ziel ist Hirtshals, denn von dort startet unsere Fähre nach Kristiansand in Norwegen. Am Nachmittag reihen wir uns schließlich am Fährhafen ein und kurz darauf kommt auch unsere Fähre an. Diese ist ein Schnellkatamaran mit dem Namen Fjord FSTR (gesprochen Faster) und noch ganz neu, erst letztes Jahr in Dienst gestellt. Die unteren Decks wirken wie ein riesiges Parkhaus. Und das wird richtig vollgeparkt, damit alle mitfahren können. Über Treppen geht es dann nach oben, wo die Fähre viele Sitzgelegenheiten, einen Starbucks, Duty Free, ein kleines Aussendeck sowie eine Lounge vorne bietet. Wir haben uns für die Lounge entschieden, denn so konnten wir die Fahrt gleich mit einem Abendessen vom Buffet verbinden, während die Fähre wirklich schnell durchs Meer düste. Je näher wir Norwegen kamen, desto unruhiger wurde die Fahrt. Als ob Nordsee und Ostsee ein bisschen mit dem Schiff spielen wollten. Das Service Personal kam herum und bot präventiv Beutel für Seekrankheit an, die einige gequält lächelnd annahmen. Schließlich kam Norwegen im Regengrau in Sicht. Und damit auch wieder ruhiges Wasser, so dass auch wir sicher zurück zum Autodeck hinabsteigen konnten. In Norwegen ging es dann nur noch ein kurzes Stück landeinwärts Richtung Berge. An einem See liegt der erste Übernachtungsplatz. Der Tag heute war noch vom Fahren auf Straße und Wasser geprägt. Ab jetzt  erkunden wir in Ruhe das Land.









Samstag, 23. Juli 2022

Norwegen 2022 - 1

 Endlich sind die letzten Aufgaben bei der Arbeit erledigt und somit kann der Urlaub beginnen. Und dazu müssen noch die letzten Sachen in die rollende Ferienwohnung geladen werden. Diesmal nicht nur meine eigenen, denn die anstehende Reise werde ich mit Freunden unternehmen, die noch einen weiteren Camper gemietet haben. 

Es soll wieder nach Norwegen gehen. Auf dem Hinweg werden wir dazu Dänemark durchfahren nach Hirtshals, um dort die Fähre nach Norwegen zu nehmen. Dazu geht es am ersten Tag der Reise erstmal bis kurz vor die dänische Grenze. 

Ganz in der Nähe von Flensburg (bei dem Namen hört man quasi schon das Plopgeräusch der Bierflaschen der dortigen Brauerei) liegt Husby. Dort haben wir für die Nacht eine kleine Wiese reserviert. Zwischen Bäumen und Feldern ist man vom Grün eingehüllt. Perfekt für die erste Nacht nach dem Alltag, erstmal zum „Runterkommen“. 

Eine kleiner Abendspaziergang durch Husby ist schon klein, weil der Ort klein ist. Aber auch sympathisch. Jede Person, die ich treffe, grüßt freundlich mit einem „Moin“. Am Bahnhof in Husby gibt es noch eine kuriose Art des Nahverkehrs zu bestaunen. Ein kleines Warthäuschen mit Sitzbank ist die „Mitfahrbank“. Muss man weiter in einen der Nachbarorte, kann man das entsprechende Schild des Ortes am Wartehäuschen hochklappen und warten, dass man von einem vorbeifahrenden Auto mitgenommen wird.

Abends klingt der erste Tag on the road aus. Wie immer am Anfang räumt man noch dies und das um, sucht nach Dingen. Aber schon bald setzt die Gewohnheit dann wieder ein. 










 



Norwegen 2022 - 7

Letzter Stop in Norwegen ist die Stadt Oslo, denn von hier startet die Fähre nach Kiel. Aber wir sind einen Tag vorher da und können so die ...