Freitag, 31. Mai 2019

Nordkapp 12 - On the Road to Bodø

Ein neuer Tag startet in Forøy. Ein schöner Roadtrip bis Bodø steht an. Wieder bietet die Strecke soviele Fotomotive an, dass man diese gar nicht alle einfangen kann. Aber zumindest ein paar davon. Ein interessanter Platz sind die Saltstraumen. Durch eine sehr kleine Engstelle muss jeweils das Wasser durch, die Richtung variiert mit Ebbe und Flut. Dabei entstehen kleine Strudel im Wasser, es sieht stellenweise aus wie ein riesiger Whirlpool. Aber wegen der riesigen Kräfte nicht zum Baden geeignet. 

Der Nachmittag wird ein Stadtbummel durch Bodø. Es ist ein Verkehrsknotenpunkt mit Hafen, Flughafen und Bahnhof. Fast hätte man bei all der Natur und Urlaub schon die dunklen Seiten der Welt vergessen, da steigen plötzlich Düsenjäger in den Himmel und fliegen herum. Die sind auch hier stationiert.  Unwillkürlich pfeift man die Melodie von 99 Luftballons vor sich hin und denkt sich seinen Teil.

Und dann hab ich heut schon mal für morgen geplant und den Fährenfahrplan studiert. Denn deswegen bin ich nach Bodø gekommen. Doch davon dann morgen mehr... Für heute wünsche ich allen aus meinem Marco Polo Bussle einen trockenen Abend, während draußen der Regen heut Abend gar nicht aufhören will...
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Donnerstag, 30. Mai 2019

Nordkapp 11 - Überquerung des Polarkreises

Nachdem sich gestern die „Sieben Schwester (de syv Søstre)“ genannten Berge nicht zeigen wollten, entblößen sie sich heute zumindest teilweise während des Frühstücks. Aber die Reiselust ruft und das muss reichen. Dann geht es wieder weiter Richtung Norden. 

Immer wieder versuche ich ein paar Worte Norwegisch aufzuschnappen. Ein neues gelerntes Wort auf Norwegisch ist „ledig“. Es steht immer mal am Straßenrand auf Schildern. Mein erster Gedanke, dass es sich um Höfe handelt, welche noch durch Heirat übernommen werden könnten, war natürlich Quatsch. Es heißt einfach nur „frei“ und wird an Unterkünften verwendet, um auf freie Zimmer hinzuweisen. Da sich der heutige Weg weiter durch die Fjorde schlängelte, dauerte es nicht lange, bis auch wieder eine Fährfahrt anstand. Drei sollten es insgesamt werden heute. Dank der Fährentickets weiß ich noch ein weiteres Wort auf Norwegisch. „Bil“ - Auto. Das Highlight des Tages konnte man eigentlich gar nicht sehen. Auf der zweiten Fähre war es soweit und es ging über den Polarkreis. Ein kleines Symbol am Ufer markierte aber, wo der Polarkreis verläuft. Ab jetzt beginnt der Bereich der Mitternachtssonne, denn nördlich vom Polarkreis gibt es mindestens einmal im Jahr 24h, in denen die Sonne nie untergeht. Da es noch früh im Jahr ist, muss ich aber noch weiter nach Norden, um sie zu sehen. Die Zeit von Sonnenuntergang bis Aufgang ist aber schon hier sehr kurz, weniger als 1h. Richtig dunkel wird’s nicht mehr. Nur die Regenwolken, die immer wieder mal da sind, dimmen das Licht ein wenig. 

In diesem Sinne eine gute Nacht (god natt)!
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Mittwoch, 29. Mai 2019

Nordkapp 10 - Die Mitte Norwegens

Regentage muss es auch geben. Und heute ist so einer. Und es will gar nicht wieder aufhören. Trotzdem gehts weiter auf der Helgelandkysten Straße zunächst bis Brønnøysund. Neben der Tatsache, dass man dort einen schönen heißen Kaffee bekommt, hat die Stadt auch symbolischen Wert als die Mitte Norwegens. Sie liegt genau zwischen dem Süden Norwegens und dem Nordkapp. Auch eine gute Erinnerung, dass noch ein paar Kilometer vor mir liegen. 

Da aufgrund des Regen meine Outdoor Aktivitäten heute sehr knapp ausfallen, nutze ich die Zeit produktiv für meine persönliche norwegische Kehrwoche. Ich parke also mit dem Marco Polo Bussle direkt am Staubsauger der Tankstelle.

Dann gehts weiter, wie immer sind auch Fähren dabei. Heute sogar eine Überfahrt von einer Stunde. Wenn man zum Fähranleger kommt, reiht man sich in Wartespuren ein. Dann schaut man mal kurz nach, wann denn genau die nächste Fähre so fährt. Je nachdem steht auch mal eine ganze Weile rum. Dabei kann man sich bei den anderen Wartenden so umsehen und entdeckt immer mal wieder bekannte Fahrzeuge wieder, welche sich in einem ähnlichen Rythmus die Küste entlang bewegen. Es ist immer eine bunte Mischung. Man sieht neben Norwegern eigentlich ganz Europa vertreten. Und so steht das vereinte Europa und wartet gemeinsam auf die Fähre. So reist es sich entschleunigt. Am Abend erreiche ich dann Sandnessjøen. Und das ist dann auch das Ziel für heute. Zum Abend kommt kurz dann doch mal die Sonne zwischen den Wolken durch und macht einen gemütlichen Blick aufs Meer möglich. Lauter kleine und große Inseln gibt es hier vor der Küste. Und schaut man Richtung Land, sollte man eigentlich eine Bergformation sehen, die Seven Sisters heisst. Moment, die gabs doch schon als Wasserfall im Geiranger Fjord. Sie müssen meinen Einwand erahnt haben, denn sie verstecken sich in den Wolken. Nur eine der Seven Sisters lässt sich kurz sehen. Naja, vielleicht morgen...
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Norwegen 2022 - 7

Letzter Stop in Norwegen ist die Stadt Oslo, denn von hier startet die Fähre nach Kiel. Aber wir sind einen Tag vorher da und können so die ...