Heute fahre ich mal nicht selbst, sondern lasse fahren. Und zwar den Busfahrer. Mit dem Bus kommt man schnell ins Herz von Trondheim. Dabei kann man auch noch schnell zwei neue Worte Norwegisch lernen: Neste Holdeplass. (Nächster Halt)
In Trondheims Mitte angekommen, findet man sich eigentlich schnell zurecht. Es gibt kleine Wegweiser zu den Sehenswürdigkeiten. Und einige Fußgängerzonen. Trondheim hat eine Mischung aus alten und neuen Gebäuden. Und wiederum alte Gebäude modern und neu genutzt. Das sieht man entlang alter Hafen- und Werftgebäude, welche nun Läden, Büros und Gastronomie beherbergen. Ehemalige Trockendocks werden zu Terassen.
Trondheim steht auch für Verkehr. Einerseits ist hier ein Hafen. Hier gehen Schnellfähren ab, die Hurtigruten Schiffe, welche die Küste Norwegens bedienen. Achja und die Kreuzfahrtschiffe sind auch wieder da. Dann gibts natürlich nen großen Bahnhof mit direkter Hafenanbindung. Und wie immer in Norwegen viele E-Autos. Dann sind noch die Radfahrer zu erwähnen. Die Stadt ist super Fahrrad freundlich. Es gibt Fahrradwege überall, manche sind eher schon Fahrrad Highways. Fahrrad Sharing ist auch an jeder Ecke vorhanden. Was ich aber zum ersten Mal gesehen habe, ist ein Fahrrad Lift. Er geht eine steile Straße hinauf. Man muss sich am Startpunkt an den Bürgersteigrand stellen. Der Lift drückt dann den rechten Fuß des Fahrradfahrer den Berg hinauf, während dieser auf dem Fahrrad sitzend parallel zum Lift bzw. der Bordsteinkante fahren muss. Mit ein bisschen Übung geht das wohl und ist echt eine klasse Idee.
Damit ist auch schon klar geworden, dass Trondheim durchaus hügelig ist. Einen schönen Ausblick über die Stadt hat man dann von der Festung. Es ist ein toller erster Eindruck von der drittgrößten Stadt Norwegens. Und nicht der letzte Besuch, da bin ich mir sicher. Für dieses Mal aber muss dieser Tag genügen, morgen gehts weiter. Neste Holdeplass? Mal sehen, auf jeden Fall wieder ein Stück nördlicher...
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