Der Tag beginnt mit Sonne. Und frischen Brötchen. Was will man mehr....Der Tatendrang ist geweckt und es geht als erstes in ein nahegelegenes Seitental zum Bergsetbreen und zum Tuftebreen, zwei weitere Ausläufer des Jostedalsbreen. Breen steht dann in norwegisch für Gletscher. Vom Parkplatz am Ende des Tals gehen zwei kleine Wanderwege ab, die einen zu schönen Aussichten auf die Gletscher führen. Und da das Wetter sooo schön ist, darf die Drohne auch wieder fliegen. Die meckert dann aber über zuviel Wind. Naja, für ein paar Fotos hat es gereicht.
Danach ist es dann auch Zeit das Jostedalen zu verlassen. Unten am Fjord wird der Verkehr zunächst am ersten Tunnel angehalten. Scheint eine Baustelle zu sein und es führt nur eine Spur durch den Tunnel. Also mal warten, bis einen die Frau mit der Fahne durchlässt. Aber so einfach war es dann doch nicht. Wegen der laufenden Arbeiten im Tunnel kam dann noch eine Art Safety Car mit Blinklicht (wie bei der Formel 1), um die Kolonne sicher durch den Tunnel zu führen. Am anderen Ende hörte das Safety Car auf zu blinken, fuhr zur Seite und in einem fliegenden Start fuhr wieder jeder seines Weges.
Irgendwann führte mich die Straße am Gletschermuseum vorbei, wo ich kurz angehalten habe. Passte ja gut zum Thema des Tages. Das Museum war echt super gestaltet. Eine interaktive und multimediale Ausstellung erklärte alles zu Eis und Gletschern. So lernte ich schnell noch, dass der Jostedalsbreen der größte Gletscher Europas ist. Wow! Aber er wird stetig kleiner. Unter anderem deswegen macht das Museum auch auf den Klimawandel aufmerksam. Teilweise auch drastisch. In einem simulierten Jahr 2100 wurden Schlagzeilen gezeigt wie: „Die Stadt New York gibt den Stadtteil Manhattan auf, da die Deiche dem gestiegenen Meeresspiegel nicht mehr standhalten“ oder „Schiff mit Klimaflüchtlingen auf der Ostsee gekentert“.
Eine weitere Schrecksekunde bescherte das Museum mit einem Eisbär, der ohne Vorwarnung plötzlich aus dem Spiegel über dem Waschbecken im WC rauskam.... Glaubt mir keiner? Foto mit erschrecktem Gesicht ist weiter unten!
Zurück auf dem Parkplatz vor dem Museum würde ich noch Zeuge einer lustigen Begebenheit. Auf dem Parkplatz gibt es mehrere Ladesäulen für Elektroautos, von denen man in Norwegen auch etliche sieht. Touristen mit einem Mietwagen, auf dessen Tankdeckel zur Sicherheit auch ein Aufkleber mit dem Wort „Diesel“ angebracht war, fuhren an die Säule und versuchten eine Weile vergeblich rauszufinden, wie man an den Ladesäulen tankt. Alte Welt trifft neue Welt.
Danach ging die Fahrt weiter entlang eines Fjords, auf dem mir dann irgendwann ein Kreuzfahrtschiff entgegen kam. Da ist was los in den Fjorden. Ich hab mir dann ein ruhiges Plätzchen zum Übernachten gesucht in Loen. Natürlich mit Blick auf einen Gletscher....
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