Nach dem Verlassen des Hafens von Oslo sagt mir das Navi netterweise, auf welche Straße ich eigentlich fahren muss. In Norwegen darf man eigentlich nie sehr schnell fahren. Seltener schnell, meist eher langsamer. Daran halten sich aber ortskundige Norweger eher nicht sooo gern. Mir soll’s recht sein. Kurz nach Oslos Ende fängt die Fahrt an, echt schön zu werden. Es ist, als fährt man pausenlos durch Postkarten. Super schön. Erste Lektion ist aber: man kann unmöglich immer Fotos machen, sonst wird man es keine 100km in 4 Wochen schaffen. Also entspannen und einfach die Aussicht genießen und nur sporadisch Foto Stops einbauen.
Bei einem kurzen Kaffeestop an einem See kommt es zu einer tollen Win Win Situation. Ein Spatz begutachtet die Fliegen, welche sich vorne am Auto gesammelt haben. Kurzerhand erklärt er es zu seinem All-you-can-eat Buffet und reinigt gleichzeitig netterweise mein Auto.
Erstes Ziel in Norwegen ist der Jotunheimen Nationalpark in den Bergen. Im Tal signalisieren die Straßenschilder, dass die Bergstraße geöffnet sei.Also dann ab nach oben. Und dann wird’s weiß. Die Berge haben noch viel Schnee und so sieht es bald wie im Wintersport Urlaub aus. Ich hatte mir Wanderungen rausgesucht am Gjendesee. Aber dort hat die Saison noch nicht begonnen. Die meisten Wege sind noch nicht begehbar. Also nur ein Blick auf den See, der noch auftaut. Auch die Fahrgastschiffe liegen noch sicher am Ufer und werden erst demnächst wieder zu Wasser gelassen. Egal. Es lassen sich auch so wunderschöne Ausblicke finden.
Zum Abschluss des ersten Fahrtages mit meinem Marco Polo Bussle muss ich als Camper Neuling einen Übernachtungsplatz finden. Wie macht man sowas im Nationalpark draußen in der Natur. Alte Pfadfinder Tricks hervorkramen?Einheimische fragen? Natürlich nicht. Wie für die meisten Alltags- oder wie in diesem Fall Urlaubsprobleme gibt es natürlich eine App. Und die sagt einem günstige Plätze nahe dem Standort mit Kurzbeschreibung. So klappt’s auch für Neulinge wie mich.
Ansonsten habe ich auf der Straße schon die vielen Elchwarnschilder gesehen. Aber leider noch keinen Elch. Vielleicht weil ich keine A-Klasse dabei habe, die sollen sie ja mögen!? Und Trolle gab es bisher nur im Souvenirladen. Aber was will man für einen ersten Tag alles erwarten. Es ist ja noch ein Stück zu fahren bis zum Nordkapp....











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