Mittwoch, 23. Dezember 2020

Vanlife ahead!

2020 ist bis jetzt ein „anderes“ Jahr gewesen. Es kommt irgendwie alles anders als gedacht. In diesem Jahr war ich viel weniger unterwegs und viel mehr Zuhause als zuvor. Das war nicht gut oder schlecht, einfach anders. Ein Aspekt davon war, Zeit zum Nachdenken zu haben und auch für neue Ideen. Ein Blick zurück führte auf viele spannende Roadtrips. Mit dem Landrover durch Lesotho war eine wirklich spannende Reise, die zu einigen Adrenalin Momenten führte, aber auch unvergessen bleibt. Andere Reisen führten mit einem Toyota Hilux mit Dachzelt nach Botswana, nach Zimbabwe und Namibia. Und es war toll, mit dem eigenen Fahrzeug die Weite zu er“fahren“ und zu campen. Und morgens dampfenden Kaffee vom Gaskocher zu schlürfen und dabei nach Raubkatzen Ausschau zu halten.

Letztes Jahr schliesslich ging es auf Rädern in den hohen Norden zum Nordkapp. Und wieder hat es riesigen Spass gemacht, von Tag zu Tag zu überlegen, wo es hingehen wird. Und das rollende Zuhause kommt einfach mit. 

Daher war irgendwann 2020 der Entschluss gefasst, dass ich weiter Reisen auf diese Art unternehmen möchte. Vielleicht kann man auch das rollende Zuhause noch mehr nutzen, wenn man es nicht nur für Reisen nutzt, sondern auch spontan mal für kürzere Ausflüge in die Berge und zu Seen. Oder als rollendes „Home Office“ für mobiles Arbeiten. Dazu müsste aber ein passendes neues Fahrzeug her. Und so begann 2020 die Suche nach einem solchen Fahrzeug. Es sollte ein bisschen grösser sein als die bisherigen Fahrzeuge, damit es als kleine Wohnung taugt. Damit man da drin Arbeiten kann. Oder damit man ausreichend Platz hat, um mal einen Tag mit schlechtem Wetter „abwettern“ zu können, das war eine Lehre aus dem hohen Norden. Aber dann auch wieder nicht riesig. Denn jeder Meter Länge erhöht Preise für Maut, Fähren, Tunnel, Brücken erheblich. Und man kommt in engen Strassen und über Pässe besser rüber, wenn es noch ein wendiges Fahrzeug ist. 

Im Internet findet man alles zum Thema „Vanlife“. Auch ganz viele Ideen, was man wie nachrüsten kann. Man kann sogar einen Van von Grund auf selber ausbauen. Das klingt reizvoll. Aber das verschiebe ich gedanklich auf einen andere Lebensphase. Das neue Fahrzeug sollte grundsätzlich sofort einsatzbereit sein. Optimieren kann man es dann ja noch. 

Und mit diesen Gedanken und Überlegungen schaute ich mir verschiedenste Möglichkeiten an. Und 2020 brachte dann auch die Lösung. Ein gebrauchter Camper stand eines Tages vor mir bei einem Händler, der diesen als Mietfahrzeug eingesetzt hatte. Durch Corona sind dabei kaum Kilometer zusammengekommen, da die typischen Fernreisen kaum unternommen wurden. Auch sonst hatte das Fahrzeug seine Zeit als Mietfahrzeug unbeschadet überstanden. Und bringt erstmal alles mit, um damit direkt losfahren zu können.

Optimierungen wird es noch geben, Ideen habe ich einige für die Batterien, die Heizung oder auch Zubehör. Aber das kann man alles nach und nach angehen. Einer der grossen Vorteile eines eigenen Reisefahrzeugs. Und so ist nun das Vanlife bei mir angekommen. Am Wochenende nach der Übergabe startete ich dann direkt zu einer kleinen Testausfahrt. Die ersten Kilometer mit einem neuen Fahrzeug sind noch ungewohnt. Und auch wenn man sich darin bewegt, ist alles noch ungewohnt. Man weiss noch nicht, wo alles hingehört. Und wo alle Schalter und Ventile sind, die einem bei der Übergabe schnell gezeigt worden sind. Und so passierte es, dass ich direkt über mich lachen musste, als das Wasser, welches ich zum ersten Mal in den Van gefüllt hatte, direkt unten wieder rauslief. Die lustigen Pannen und Herausforderungen, die „erste Male“ mit sich bringen. Aber nun weiss ich, wo die Ventile sind und wie man sie schliesst. Und dafür war die Testfahrt ja auch gedacht. Und selbst auf einer kleinen Testreise entdeckt man neue Orte. Zum Beispiel den kleinen Ort Killer irgendwo bei der Überquerung der Alb. Das Ortsschild sagt aber zum Glück: „Willkommen in Killer“ und nicht „Willkommen beim Killer“. 

Viele Camper und Vans bekommen von ihren Eigentümern Spitznamen. Na sowas braucht meiner natürlich auch. Und so nannte ich ihn „Oscar“ nach meinem Hund, der leider in 2020 zu seiner allerletzten Reise aufgebrochen ist. Der vierbeinige Oscar war immer ein guter Begleiter und ist ganz schön rumgekommen. Sogar den weiten Weg von Afrika nach Europa. Ich hoffe, der neue Oscar mit 4 Rädern begleitet mich künftig auch auf vielen Wegen und wird ein gutes Andenken abgeben an den vierbeinigen Oscar. 

Ideen für Ziele hab ich mir in 2020 auch ausgedacht. Das Mindmap zeigt einige Ziele in Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Island auf. Auch das Baltikum steht auf der Wunschliste. Aber das sind dann Geschichten für kommende Blog Einträge. „Vanlife ahead!“
https://drive.google.com/uc?export=view&id=1pjMtTIF-rxiV_xGSXNJvUbneHC6jCnmahttps://drive.google.com/uc?export=view&id=1xZNRiy7szbYdEmhIDL7PBqa6vevHV_j7https://drive.google.com/uc?export=view&id=1BU1ju9rErEalXZz_57biwKC0HOwZhvsMhttps://drive.google.com/uc?export=view&id=17WRzYpys1aXwMz5gaeRClp-ZYYR3fmRt

2 Kommentare:

  1. Hi Timm,
    nochmal schriftlich: allzeit gute Fahrt und glückliche Heimkehr!!
    Du hast den Camper Oscar getauft, der fährt jetzt in Deinen Gedanken immer mit Dir mit.
    Gruß Gerd

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  2. Hi Timm,
    nochmal schriftlich: allzeit gute Fahrt und glückliche Heimkehr!!
    Du hast den Camper Oscar getauft, der fährt jetzt in Deinen Gedanken immer mit Dir mit.
    Gruß Gerd

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